Musik ist die ehrlichste Sprache der Seele

Ensemble Chaverim

Das Klezmerquartett „Ensemble Chaverim“ hat sich im Winter 2019 gegründet. Mit Anne-Sophie Stallmann (Klavier), Julia Vasilevskaja (Violine), Yukinobu Ishikawa (Schlagzeug/Percussion) und Kerstin Engel (Klarinette/Bassetthorn) haben sich 4 Freunde/innen und Kollegen/innen zusammengefunden, die sich mit grenzenloser Spielfreude und größter Leidenschaft in die emotionalen Tiefen der Klezmermusik stürzen.  

Die 4 Musiker/innen aus 3 Nationen verlassen die künstlerischen Wurzeln ihrer klassischen Ausbildung, um eine jahrhundertealte Musiksprache zum Leben zu erwecken, die von Glück, tiefstem Elend, überschwänglicher Freude und von einem allem Leid trotzenden Überlebenswillen spricht.

Chaverim schlägt dabei einen großen Bogen von traditionell klingendem osteuropäischen Klezmer bis hin zu neuzeitlichen Kompositionen, die mit ihrer intimen Gefühlswelt und ihrer Lebendigkeit alle Menschen berühren.


Die Musiker*innen

Yukinobu Ishikawa wurde  1982 in Yokohama, Japan, geboren. 
Im Alter von 4 Jahren lernte er Geige nach der Suzuki-Methode.
Vor seiner professionellen Musikerkarriere studierte er aber zunächst Psychologie an der Meiji Gakuin-Universität in Tokyo. 
Ab 2007 studierte er an der Hochschule für Musik Detmold sowie am Orchesterzentrum 
NRW Dortmund im Fach Pauke und Schlagzeug und schloss das Studium 2017 ab. Außerdem studierte er als Stipendiat des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) an der Concervatoire National Spérieur Musique et Danse in Lyon, Frankreich.

 Im Jahr 2009 wurde er mit dem 1.Preis beim Detmold Duo Wettbewerb 
ausgezeichnet. Beim 64.Geneva Competition wurde er Semi-Finalist. 
Als Schlagzeugsolist gab er Solo-Konzerte in Yokohama,Kyoto und Tokyo , sowie in
Detmold, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Hemer und Recklinghausen. 

Heute unterrichtet er viele Schüler*innen an Schlagzeug, Pauke, Marimba und im Schlagzeug- Ensemble bei den Musikvereinen Bredenborn, Bellersen, Altenbeken und  in den Musikschulen Korbach und  Lage.

Außerdem ist er Schlagzeuger und Percussion Spieler in der Schlager Swing Band 
„Thauern Trio“ und  in der Neuemusik Gruppe „Ensemble Horizonte“.

Julia Vasilevskaya, geb. in Sankt Petersburg, erhielt im Alter von fünf Jahren ihren ersten Geigenunterricht bei Ihrem Vater an der Musikschule ihrer Heimatstadt. Bereits als Zehnjährige wurde sie Mitglied im Jugendorchester Sankt Petersburg. Nachdem sie 1990 die Musikschule mit Auszeichnung absolviert hatte, begann sie 1991 das Musikstudium der Fachrichtung Streichinstrumente (Violine, Orchestermusik, Instrumentalpädagogik, Kammermusik) an der Modest-Mussorgski-Musikfachschule in Sankt Petersburg. 1995 schloss sie das Studium mit Auszeichnung ab. Danach führte sie ihr musikalischer Weg nach Deutschland. Dort ergänzte sie zwischen 1998 und 2001 Ihre Ausbildung durch ein Violinstudium (künstlerische Ausbildung, Orchestermusik, Kammermusik) bei Professor Alexander Kramarow an der Hochschule für Musik Detmold.

Julia Vasilevskaya besuchte zudem zahlreiche Meisterkurse u. a. bei Herrn Prof. Igor Bezrodny (Moskau), bei Herrn Prof. Walter Forchert (Frankfurt), bei Herrn Roeland Gehlen (Bochum), bei dem Quartett „Quatuor Danel“ (Brüssel)

Seit 2003  ist Julia Vasilevskaya erfolgreiche  Instrumentalpädagogin für Violine und Kammermusik sowohl an städtischen wie auch privaten Musikschulen.

Julia Vasilevskaya wird regelmäßig als Konzertmeisterin und Solistin von verschiedenen Orchestern eingeladen. Darüber hinaus engagiert/e sie sich als Mitglied in den Orchestern „United World Philharmonic YouthOrchestra”, “Philharmonia Hungarica“, „Klassische Philharmonie Bonn“, „Städtische Bühnen Osnabrück“, „Philharmonisches Staatsorchester Halle“, „Philharmonisches Orchester Hagen“ und „Neue Philharmonie Westfalen“. Ihre zahlreichen Musikauftritte führten sie in die Musikzentren Europas, wie z.B. nach Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Niederlande, Spanien, Slowenien, Schweiz und Russland, sowie nach Amerika (Boston, Philadelphia, Orlando)

Als „beautiful playing“ bezeichnete der Stargeiger Daniel Hope Anne- Sophie
Stallmann‘s Interpretation von Mendelssohn Bartholdy’s „Lied ohne Worte“ Op.38 Nr.
2 auf dem Kultursender arte*.
In Luxemburg Stadt erhielt die deutsche Pianistin den 1er Prix am Conservatoire de
la Ville de Luxembourg sowie das Diplôme de la 1er Mention mit Auszeichnung. Ein
Stipendium der Stadt Luxemburg förderte ihr Talent. Ihr dortiges künsterlisches
Studium schloss Sie im Jahr 2019 mit dem Diplôm Supérieur ab, dem höchsten
Abschluss des Conservatoires.
Schon während ihrer vorherigen Zeit als Studentin an der renommierten Folkwang
Universität der Künste in Essen erhielt sie ein Stipendium des Klavier Festival
Ruhr und spielte im Konzerthaus Dortmund Solo.
Sie erhielt Unterricht in Luxemburg, Deutschland und Italien bei u. a. Prof. Arnulf
von Arnim , Prof. Sheila Arnold , Prof. Gruzmann, Prof. Weichert, Prof. Jerôme
Granjon (Paris), Christian Petersen, Prof. Rauchs und Prof. Sigfridsson.
Neben ihrem solististischen Spiel konzentriert sie sich nicht minder engagiert mit
großer Freude auf diverse Kammermusik in unterschiedlichen Besetzungen (Violine,
Gesang, Cello, Klarinette).
Schon seit ihrer Jugend ist sie als Korrepetitorin tätig.
Anne- Sophie Stallmann ist Dozentin für Klavier an der Folkwang Schule in Essen
und betreut dort erfolgreich eine große Klavierklasse. Hier ist sie ebenfalls
Dozentin in der Spitzen- Klasse, der Abteilung für Hochbegabte.
Unter Ihrer pädagogischen und kreativen Mitwirkung etablierte das Klavier Festival
Ruhr die Little Piano School im Raum Ruhr (NRW).
* hope@home, 20.04.2020

Programm

Das Ensemble Chaverim entführt das Publikum in die Klangwelt der Klezmermusik. Diese Musik nimmt keine Umwege über Vorwissen und musikalische Vorbildungen. Sie ist eine uralte, volkstümliche Klangsprache, die direkt in die Herzen der Zuhörer dringt. Klezmermusik klingt fremdartig und doch so vertraut, ist in ihrem Wesen so universell menschlich, dass sie in jedem Zuhörer viele emotionale Saiten zum Schwingen bringt. In einem Moment rührt die Musik zu Tränen, im nächsten muss man dem Drang widerstehen, aufzuspringen und vor Freude zu tanzen. Die besondere Stärke dieses Programms ist das herrlich abwechslungsreiche Repertoire, welches von alten osteuropäischen Tänzen über neuzeitliche Kompositionen bis hin zu klassisch anmutenden Stücken, Filmmusik und musikalischen Ausflügen in die drei Nationen unserer Musiker/innen führt .Das Ensemble führt informativ und unterhaltsam durch das Programm und sorgt so für ein Konzert, das lange in Erinnerung bleiben wird.